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Der Flamenco

Flamenco

Flamenco bezeichnet bestimmte Lieder und Tänze aus Andalusien und ist auch ein Sinnbild für Spaniens traditionelle Musik. Die Herkunft des Begriffs und die Entstehung des Flamenco sind stark umstritten und es werden Einflüsse aus verschiedensten ethnischen Gruppen und Gebieten angenommen. Eine Besonderheit beim Flamenco ist der Rhythmus (Compás), da dieser selten in dem von uns gewohnten 3/4- oder 4/4-Takt gespielt wird, sondern in einem 12er-Schema mit unterschiedlichen Betonungen. Der Gesang (Cante) bildet die Grundlage des Flamenco. Zum Cante kommt rhythmisches Klatschen (Palmas), Tanz (Baile) und die Gitarre hinzu. Manchmal wird auch das Cajon, eine Trommel auf der man sitzt und die innen mit Drähten und Federn verspannt ist, benutzt. Ebenfalls können auch Kastagnetten verwendet werden - zwei löffelförmige Hölzer, die mit den Händen aneinander geschlagen werden.

Tanzen mit höchster Konzentration

Flamenco

Das wesentliche des Flamencos ist jedoch der Tanz. Die TänzerInnen brauchen höchste Konzentration, denn Sie sind der Mittelpunkt im Flamenco Geschehen. Die anderen Musiker, außer dem Sänger, sind der TänzerIn untergeordnet und passen sich ihren Bewegungen an. Männer und Frauen tanzen normalerweise allein - außer bei Sevillanas, die eigentlich nicht mehr zum Flamenco gezählt werden und dennoch bei keiner Aufführung fehlen dürfen. Die Frauen tragen oft Röcke, die einen besonderen Schnitt haben, da sie beim Tanzen nicht behindern dürfen. Die Männer tragen eine traditionelle, spanische Kleidung. Schuhe mit nägelbeschlagenen Absätzen aus Holz, dienen dazu den Rhythmus mit den Füssen zu schlagen. Zwischen Gesang und Tanz herrscht ein Wechselspiel, das für den ungeübten Zuschauer kaum zu durchschauen ist und strengen Regeln folgt. Flamenco ist Bühnentanz. Auf meistens kleineren Bühnen, wie sie z.B. in Flamenco Bars zu finden sind, werden einstudierte Choreographien getanzt. Dabei werden meistens traditionelle Schrittfolgen und weitere klassische Elemente verwendet.

Dirnei Duarte de Oliveira

Dirnei Duarte de Oliveira

Dirnei Duarte de Oliveira wurde 1966 in Curitiba (Brasilien) geboren. 1983 entdeckte er durch die argentinisch-spanische Tänzerin “La Morita” den Flamenco. Seit 1990, nach einem Aufenthalt in Spanien, lebt er in Hamburg. Seitdem ist er mit Flamencounterricht in Hamburg aktiv. Nach langjähriger Leitung des Flamenco-Studios »Fandango« in St.Pauli unterrichtet Dirnei Duarte nun im »los cabales« in Ottensen.

Flamenco Musiker

Durch die Organisation von vielen Veranstaltungen und Aufführungen, hat Dirnei Duarte de Oliveira dazu beigetragen, den Flamenco in Hamburg bekannt zu machen. Erst kürzlich füllte er das Bürgerhaus Willhelmsburg bei einer Flamencoaufführung mit mehreren hundert Besuchern. Dieser Erfolg ist aber nicht zuletzt auch den in der internationalen Flamencoszene bekannten Musikern wie Gilberto Torres und Pablo Hermoso (Gitarre) sowie Jose Parrondo und Elva La Guardia (Gesang) zu verdanken, mit denen Duarte intensive Kontakte pflegt

flamenco

Wenig Veranstaltungsorte

Wie andere Kulturgruppen in Hamburg auch, haben Flamencoveranstalter ebenfalls das große Problem geeignete Veranstaltungsorte zu finden, da eben nicht der „große Saal“ gefragt ist und finanzielle Risiken, die mit jeder Veranstaltung verbunden sind, nicht eingegangen werden können.

Text: spo
Fotos: Bärbel

 
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