In unmittelbarer Nähe der Redaktion liegt der wohl romantischte Park Hamburgs. Im 19. Jahrhundert wurde das 4,5 Hektar große Gelände als Friedhof genutzt. Nachdem der Krieg im Sommer 1943 große Schäden hinterlassen hatte, nutzten die Hamburger Bürger das Areal und bauten bis 1948 Kartoffeln und Gemüse zwischen den Gräbern an. Zahlreiche der schönen alten Alleebäume wurden abgeholzt: Man benötigte dringend Feuerholz. Seit 1997 ist der Wohlers Park eine öffentliche Grünanlage und dient der ruhigen und besinnlichen Erholung. Deshalb ist er auch unter dem Namen "Tai-Chi-Park" oder "Meditationspark" bekannt, denn viele Menschen kommen zu diesem Zweck hierher. Sie betreiben neben Tai-Chi, auch Joga, Joggen oder Walken oder genießen einfach nur die Sonne.
Wer im Sommer bei schönem Wetter auf einer Wiese liegt oder auf einer der verwitterten Grabplatten sitzt, dem passieren bisweilen seltsame Dinge: Von Ferne erklingen Stimmen und Gesänge, neben den Skulpturen erscheinen auf einmal wunderliche Gestalten. Dann treiben die "Elfen im Park" mal wieder ihr Unwesen und betreiben in der wunderbar verwachsen-verwunschenen Kulisse des Wohlers Park ihr Freilichttheater. Sie Proben im Sommer zirka vier Wochen lang, bis sie ihr Stück dann unter freiem Himmel zur Aufführung bringen. In diesem Jahr feiern die Elfen im Park mit einer kostümgewaltigen Theaterfassung von Jules Vernes "In 80 Tagen um die Welt" das 5-jährige Bestehen ihrer Theatergruppe. Besonders abenteuerlich wird das Spektakel durch die Einbeziehung der Zuschauer in das Stück.
Dem Wohlers Park kommt eine ganz besondere kulturelle Bedeutung zu, denn er ist einzigartig in Hamburg. Seine Popularität und Besucherzahlen sind deshalb auch in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die meisten Besucher sind sehr auf die Sauberkeit "ihres" Parkes bedacht, was ihn zu einem Kleinod mitten in der Stadt macht.
Jogger am Blücher Grabmal
"Elfen" bei der Vorbereitung
Elfen im Park beim Theaterstück
Text: spo
Fotos: spo
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